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  • Dörthe Haltern

Spieglein, Spieglein...


Wenn wir unsere Wirkung nach außen hin überprüfen möchten und lernen wollen, was unsere Körpersprache zum Ausdruck bringt, so gibt es keinen besseren Experten auf diesem Gebiet als das Pferd. Die gesamte Kommunikation innerhalb einer Pferdeherde basiert auf feinste Signale über die Körpersprache und so sind sie sehr affin darin, winzigste Botschaften zu erkennen und angemessen zu verarbeiten. Von unserer Seite aus, ist aber auch die Körpersprache der Pferde relativ einfach in ihren Grundzügen zu verstehen, so dass wir das gegebene Feedback verarbeiten können.


Diese Basis nutzt das Prinzip des Horse Assisted Coaching, welches sich innerhalb weniger Jahre als beliebte Trainingsmethode vor allem für Führungskräfte etabliert hat. Aber welche Erfolge verspricht dieses doch ungewöhnlich erscheinende Konzept?


Die Arbeit mit dem Pferd besteht aus drei grundlegenden Kernen: Selbstbewusstsein – Konsequenz – Einfühlungsvermögen. Die Führung von Mitarbeitern erfordert im Wesentlichen drei Fähigkeiten: Selbstbewusstsein – Konsequenz – Einfühlungsvermögen. Wer nicht selbstbewusst handelt, der wird nicht ernstgenommen. Wer keine Konsequenz in seinem Handeln vorzuweisen hat, dem vertraut man nicht. Wer kein Einfühlungsvermögen besitzt, der bemerkt vielleicht zu spät, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um einzuschreiten.


Menschen spiegeln die Außenwirkung ihres Gegenübers wieder, jedoch meist sehr zurückhaltend, subtil und diplomatisch. Oft versteht man im ersten Moment gewisse Reaktionen nicht auf Anhieb. Pferde spiegeln ebenfalls ihr Gegenüber – jedoch ehrlich und schonungslos. Im ersten Moment mag dies erschreckend klingen, doch hilft es uns sehr unsere Stärken, aber auch unsere Schwächen erkennen zu können. Mit Hilfe von einer Videoanalyse kann man sein Auftreten im Nachhinein immer noch analysieren, doch der direkt erlebte Augenblick ist dann schon in Vergessenheit geraten. Das Pferd übermittelt sein Feedback umgehend. Das eigene Verhalten kann sofort erkannt, verändert und verstanden werden. Dies ist der große Vorteil mit Pferden zusammenzuarbeiten.


An den Horse Assisted Coach stellt dies natürlich hohe Anforderungen: Die kleinsten Signale von Pferd und Mensch in Bezug auf Körpersprache müssen verstanden werden. Dazu zählen auch sogenannte Mikroexpressionen – flüchtige Anzeichen von Gefühlen. Der Trainer muss in der Lage sein, sowohl unterrichten zu können, wie mit dem Pferd umgegangen wird, als auch die psychologischen Hintergründe vermitteln, damit eine Erkenntnis reifen und sich notfalls auch verändern kann.


Die Teilnehmer des Kurses müssen keinerlei Anforderungen mitbringen. Hinderlich wäre eine Phobie gegenüber Pferden oder eine Allergie gegenüber Heu und/oder Tierhaare. Die wesentlichen Grundlagen, die es im Umgang mit den Tieren braucht, werden vor Ort vermittelt. Geritten wird in der Regel nicht, es handelt sich um ein reines Bodenarbeitstraining, welches sich aus den Elementen des Natural Horsemanship bedient.

Zielgruppe eines solchen Seminars sind meist Firmenmitarbeiter in Führungspositionen, jedoch stammen viele Konzeptansätze aus reittherapeutischen Ideen und so ist es für jeden hilfreich, der gerne mehr über seine Wirkung nach außen erfahren und diese trainieren möchte.

Wir beraten Sie gerne. Nutzen Sie unser Kontaktformular und informieren Sie sich über die Möglichkeiten der Reittherapie.

© 2018 by Dörthe Haltern                                                                                                                                                                                         Impressum