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  • Dörthe Haltern

Was bedeutet... Borderline?


Sich an den Grenzen bewegen. Nicht klar abgegrenzt sein. Die Grenzen verschwimmen lassen. All dies wären treffende Beschreibungen einer Borderline-Störung, die in der Psychologie zu den Persönlichkeitsstörungen zählt. Sie fällt durch unterschiedlichste Symptome auf, die sich stark an den Grenzen zwischen Krankheitsbildern der Psychose (der Betroffene bemerkt seine Krankheit nicht) und der Neurose (dem Betroffenen fällt auf, dass er sich "seltsam" benimmt) bewegen, diese jedoch nicht klar überschreiten. Daher der Name Borderline.


Betroffene gelten als emotional instabil, mit einem unklaren oder gestörten eigenem Selbstbild. Sie geben an, sich innerlich zerrissen zu fühlen, was einen hohen Leidensdruck auslöst. Häufig zeigt sich dies auch in der Unfähigkeit stabile Beziehungen eingehen zu können. Zum einen ertragen die Betroffenen menschliche Nähe nur schwer und fliehen aus bestehenden Beziehungen. Auf der anderen Seite jedoch zeigen sie Angst davor, allein zu sein und flüchten sich nahezu wahllos in Partnerschaften, wo sie oft starke Befürchtungen des Verlassenwerdens erleben und die Beziehung zwanghaft bestehen lassen wollen. Auch zeigt sich ein starkes Schwarz-Weiß-Denken anderen Menschen gegenüber.


Typisch für die Borderline-Störung ist das wiederkehrende Gefühl innerer Leere. Das Nichts-Fühlen können, wobei aber ein starkes Bedürfnis nach Emotion besteht. Oft sind sie trotzdem von einer starken inneren Anspannung befallen. Um diese abzubauen neigen Betroffene zu riskantem und selbstzerstörerischem Verhalten. Dazu gehören u.a. das exsessive Betreiben von Extremsportarten, riskante Fahrweise im Straßenverkehr, gefährliche Sexualpraktiken, aber auch Alkohol- und Drogenmissbrauch. Bekannt ist auch selbstschädigendes Verhalten, zum Beispiel in Form von Ritzen.


Als Ursache für eine Borderline-Störung gelten sowohl genetische Faktoren, sehr oft verbunden mit Missbrauchserfahrungen oder emotionaler Vernachlässigung, die ein schweres Trauma hinterlassen haben. Es gibt jedoch günstige Heilungschancen. Unbehandelt gilt die Borderline-Störung jedoch als lebensbedrohlich, da sie eine hohe Suizidversuchsrate aufweist!

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